Etappen für Alte Musik auf BURG FÜRSTENECK mit dem Ensemble Oni Wytars – Musik zum Vernaschen - Essen und Trinken als Thema in der Alten Musik - Workshops von Mittelalter bis Barock für Ensemble, Gesang, Trommel, Streicher, Bläser, Tasteninstrumente, Portativ-Orgel / Organetto, Blockflöte, Schalmei, Pommer, Krummhorn, Dudelsack und alle Instrumente.

Alte Musik, Frühe Musik, Historischer Tanz, Renaissace-Tänze
Akademie BURG FÜRSTENECK, Etappe für Alte Musik

BURG FÜRSTENECK

18. Etappe für Alte Musik
auf BURG FÜRSTENECK

In Zusammenarbeit mit dem Ensemble  "Oni Wytars"

9. bis 11. März 2018

„Musik zum Vernaschen“

Essen und Trinken als Thema in der Alten Musik

„Was wollen wir trinken“ … und essen … sieben Tage und ein paar Jahrhunderte darüber hinaus?

Das tägliche Brot gehört zu den Grundbedürfnissen, die es immer schon wert waren, gefeiert und besungen zu werden. Und so geht es bei dieser Etappe für Alte Musik nicht mehr vordergründig um die Liebe an sich, sondern um die Liebe zu Speise und Trank!

Unzählige Komponisten, bekannte ebenso wie anonyme, haben sich von diesem Thema inspirieren lassen. Witzige, teils allegorische Texte, gewürzt mit schönen Melodien und leckeren Rhythmen, sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Guillaume Dufay, Gilles Binchois und Johannes Ockeghem huldigen in ihren Werken der Nahrungsaufnahme. Wenig später schreiben Ludwig Senfl und Orlando di Lasso extravagante Tafelmusik. Ende der Renaissance an der Schwelle zum Barock erklingen in Neapel Villanellen, Canzonen und Frottole, die assoziativ mit den verschiedenen fleischlichen Genüssen spielen. Ein Orchester aus Instrumentalisten und Sängern verzaubert seine nimmer satt werdenden Zuhörer mit den Liedern des Cancionero de Palacio. Das Ganze wird begleitet mit den spritzigen Rhythmen von Rahmentrommeln und Tamburellos.

Ob die Liebe wirklich durch den Magen geht? Mit Sicherheit. Aber bitte nicht ohne eine leckere Beilage in Form einer guten musikalischen Begleitung.

Die 18. Etappe für Alte Musik bietet ein reichhaltiges musikalisches Menü, bitte greifen Sie zu!

Marco Ambrosini

BURG FÜRSTENECK
Am Schlossgarten 3
36132 Eiterfeld
Telefon: 06672 / 9202-0
Telefax: 06672 / 9202-30
E-mail: bildung@burg-fuersteneck.de
Internet: www.burg-fuersteneck.de

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Workshops Alte Musik zu Essen und Trinken, Trinklieder, Fresslieder, Tafelmusik

Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Kurse und Seminare
im Bereich "Alte Musik"

Hinweis:
BURG FÜRSTENECK veranstaltet eine zweijährige berufsbegleitende
Fortbildung zur Musik des Mittelalters .
Bei Interesse lassen Sie sich bitte - zunächst unverbindlich - in unsere Interessenten-Datei eintragen.
Weitere Informationen unter >> Fortbildungsreihen

Und das sind unsere Workshops:

"Dieses Lied will trinken" – Von Neidharts "Gefräß" zu Oswalds Kneipenkanons
Fress- und Trinklieder des Mittelalters für Sänger und Instrumentalisten
Leitung: Marc Lewon

Kurs für Sänger und Instrumentalisten: Mittelalterliche Trinklieder von Behim über Neidhart bis Oswald von WolkensteinDas leibliche Wohl und der genussvolle Rausch waren Lieblingsthemen für unterhaltende Gesellschaftslieder im Mittelalter. Sei es zum Vortrag in adliger Runde (wie Michel Beheims "Ain gefress") oder zum Mitmachen (wie das Martinslied des Mönchs von Salzburg), sei es als einstimmige Erzählung (wie Neidharts "Fraß") oder im Stil klösterlicher Polyphonie (wie die Motette mit dem vielsagenden Tenor "Cis chans veut boire" = "Dieses Lied will trinken"): die gesamte Bandbreite mittelalterlicher Liedformen stand für dieses Genre zur Verfügung. Neben den vielfältigen Formen wurden auch gerne Kanoneffekte genutzt: Oswalds von Wolkenstein "Her wiert uns dürstet" steht ebenso auf der Repertoireliste des Kurses wie der lateinische Martinskanon von Petrus Wilhelmi de Grudencz "Presulem ephebeatum" mit so wunderbaren Wortspielen wie: "rogans" (lies: "rohe Gans"), "protegens" (lies: "brate Gänse"), "dire negans" (lies: "dir 'ne Gans") und "mire negens" (lies: "mir 'ne Gans").

Der Kurs richtet sich vor allem an Sänger/innen, aber auch an Instrumentalisten/innen der „leiseren“ Gattungen (Fideln, Lauten, Harfen, Flöten, Drehleier, etc.). Die "nichtsingenden" Teilnehmer sollten über ein Instrument verfügen, das auf a = 440 Hz gut eingestimmt ist und das sie intonations- wie rhythmussicher beherrschen. Notenkenntnisse sind erforderlich. Es werden Noten zu einem Teil des Repertoires vor Beginn des Kurses zur Verfügung gestellt, so dass eine Vorbereitung möglich ist.

Marc Lewon, Basel/Oxford/Wien, Lautenist und Musikwissenschaftler. Diplomstudium (Laute, Vielle und Gesang) an der Schola Cantorum Basiliensis. Publikationen über Frühe Musik. Konzerte, Ensembleleitung, CD-Produktionen, Lehrtätigkeit. Leiter der Fortbildung zur Musik des Mittelalters auf BURG FÜRSTENECK. Z. zt. Doktorand an der Universität Oxford unter Reinhard Strohm und beteiligt am Forschungsprojekt „Musikleben des Spätmittelalters in der Region Österreich (ca. 1340-ca. 1520)“. Seit September 2017 "Professor für Lauteninstrumente des Mittelalters und der Frühen Neuzeit" an der Schola Cantorum Basiliensis (Nachfolge Crawford Young). .
www.lewon.de

Liebe in der Musik des Mittelalters >> anmelden


„I frutti d’amore & der goldene Fisch“ – Essbares in italienischen Liebesliedern der Renaissance
Ein Kurs für Sänger/innen und Instrumentalisten
Leitung: Peter Rabanser

Seminar Alte Musik aus Neapel, Essen und Trinken in italienischen Liebesliedern der Renaissance

Das italienische Liebeslied und das Essen: eine merkwürdige Beziehung, die mit all ihren Zweideutigkeiten vom 16. Jahrhundert bis heute fortbesteht. Die ersten Verse, in denen das, was man isst, mit den weiblichen Reizen, der Schönheit einer Frau oder der Liebe selbst verglichen wird, entstanden um 1500. Ob der nach Liebe ringende Sänger um einen Pfirsich, eine Kirsche oder süße Feigen fleht, oder er selbst gar der Fisch sein möchte, den die Angebetete verspeist, allein um ihrem Herzen näher zu sein - es geht immer nur um eines: essen, genießen oder sogar gierig verschlingen!

Villanellen, Canzonen, Frottole, Tanzlieder und vieles mehr. – Wir werden uns in diesem Kurs mit all den süßen, herzhaften und oft auch bitteren Zutaten beschäftigen, die das Rezept für ein leidenschaftliches Liebeslied ausmachen.

Das Instrumentarium der Kursteilnehmer kann von Instrumenten der Alten Musik bis zu traditionellen heutigen Instrumenten reichen. Voraussetzung ist ein einigermaßen sicheres Spiel und relativ sichere Notenkenntnisse. Noten und Texte werden den Teilnehmern vor dem Kurs zugesandt.

Peter Rabanser, Innsbruck (A) / Forli (It), studierte Gitarre, spielt verschiedene Zupf- und Rohrblattinstrumente aus Orient und Okzident. Er ist Sänger und Instrumentalist beim "Ensemble Oni Wytars“. Mit dem multikulturellen "Yalla Babo Express Orchestra“ war er 2004 Träger des "RUTH" – Weltmusikpreises. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Musik Süd-Italiens und baut Rohrblattinstrumente aus der mediterranen Musiktradition.
www.oniwytars.de

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„Das Fasanenbankett” – Musik um 1454 am Hofe Philipps des Guten, Herzog von Burgund
Portativorgel-/ Organetto-Kurs für Einsteiger, Umsteiger und Fortgeschrittene
Leitung: Catalina Vicens und Stefan Keppler

Lehrgang Organetto, Das Fassanenbankett, Portativ-Orgel-kurs mit burgundischer Musik um Musik um 1454 am Hofe Philipps des Guten

„O elendes und gar schmerzvolles Leben!...
Krieg haben wir, Sterben und Hungersnot...“
.
So schrieb der Dichter Jean Meschinot noch Mitte des 15. Jh.

Wie beeindruckend musste folglich ein großes Fest, ein zur Schau stellen von Reichtum und Überfluss, bei den Menschen des Spätmittelalters gewirkt haben? Ein solches überschwängliches Fest war das legendäre „Fasanenbankett“ am Hofe zu Lille.

Im Jahre 1453 eroberte Sultan Mohammed II. die Stadt Konstantinopel. Philipp der Gute, Herzog von Burgund, sammelt darauf hin die Ordensmänner des „Goldenen Vlies“ um sich und lässt am 17. Februar 1454 auf dem Großen Hoffest zu Lille ein Kreuzzugsgelübde ablegen. Neben Artisten, allegorischen Schauspielen und dressierten Tieren, kommt bei diesem legendären Fest natürlich auch die Musik nicht zu kurz, und im Mittelpunkt steht gar ein reich geschmückter, lebender Fasan. So schwört man kurzerhand auf „Gott, unsrer Lieben Frau und auf den Fasan“.

Wir lassen uns inspirieren vom Flair der burgundischen Pracht des 15. Jh, und beschäftigen uns unter anderem mit Stücken auch aus dem Umfeld des musikalischen Schaffens von Guillaume Dufay, Gilles Binchois und Johannes Ockeghem. Ein interessanter musikalischer Einblick in die Musik der Frührenaissance erwartet uns, dazu Wissen über grundsätzliche und weiterführende Techniken des Organettospiels. Wir werden mit Notenmaterial unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades arbeiten, so dass für jeden etwas dabei sein dürfte.

Leihinstrumente stehen in begrenzter Zahl nach Voranmeldung zur Verfügung (Leihgebühr 40,- Euro, bitte im Kurs direkt an die Referenten). Stimmtonhöhe a=440 Hz.

Catalina Vicens, Basel, geboren in Santiago de Chile; Cembalostudium in Philadelphia, Freiburg und Basel. Studium Mittelalterliche Tasteninstrumente und Masterdiplom an der Schola Cantorum Basiliensis. Studium für Zeitgenössische Musik in Basel. Auftritte als Solistin und mit verschiedenen Ensembles in den USA, Südamerika und Europa, CD- und Radio-Aufnahmen. Sie gibt Meisterkurse in zahlreichen Ländern. Zur Zeit ist sie Doktorandin an der Universität Leiden (NL) unter Frans de Ruiters.
www.catalinavicens.com

Stefan Keppler, Kötz, Selbständiger Musiker, Dozent und Orgelbauer mit Spezialisierung auf Rekonstruktion und Bau gotischer Pfeifenorgeln. Klassische Flötenausbildung am Konservatorium in Augsburg; Fortbildungen auf Rohrblattinstrumenten und zur Musik des Mittelalters. 1999 Gründung des Mittelalterensembles „Wolkenstayn“. Gastmusiker u.a. bei „minimusik München“, „Schandmaul“.
www.wolkenstayn.de

Höfische Liebeslieder für Portativ-Orgel, Organetto >> anmelden


„Banchetto Musicale” – Tafelmusik der Renaissance
Musikalisches Tafelkonfekt für Blockflötenensemble
Leitung: Meike Herzig

Kurs Alte Musik für Blockflöte: Tafelmusik der Renaissance von Schein, Fischer, Senfl, di Lasso, DelalandeAdelige Herrschaften haben bekanntlich gern, gut und viel gespeist. Die Mahlzeiten dienten nicht nur dem Vergnügen, sondern auch der Repräsentation. So wundert es nicht, dass reichlich und gute Musik für Feste und Bankette komponiert wurde. Die Musik enthält häufig Tanzsätze, was nahe legt, dass zwischen den Gängen beim kurfürstlichen Menü wohl auch getanzt wurde. Unter den Namen Banchetto musicale, Musikalisches Tafelkonfekt, Tafeldienst, Mensa sonora, Encaenia Musices, Mensa Harmonica, Musikalische Tafelbedienung, Musique pour les soupers du Roi oder Musical Banquet findet man z.B. Musik von Schein, Fischer, Senfl, di Lasso oder Delalande.

Kursinhalt ist neben der Entdeckung dieser Musik und dem Ensemblespiel auch die Stilistik, z.B. das Umspielen einer Melodie anhand historischer Beispiele sowie verschiedene Techniken des Blockflötenspiels je nach Stand und Wunsch der Kursteilnehmer/innen. Es ist dabei auch Platz für kurze individuelle Unterrichtseinheiten zu speziellen Fragen oder Problemen, Stücke dafür können gern mitgebracht werden.
Notenmaterial für den Kurs kann vorher per Mail verschickt werden.

Der Kurs richtet sich an Blockflötist/innen, die leichte bis mittelschwere Stücke bis zwei Vorzeichen, mit c- und f-Instrumenten, vom Blatt spielen können. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welche Instrumente der Blockflötenfamilie Sie spielen können und welche Sie mitbringen werden.

Meike Herzig, Köln, studierte Alte und Neue Musik und Blockflöte in Köln und Amsterdam, arbeitet als Musikpädagogin und Konzertmusikerin, u.a. "Bois de Cologne", "Chant des Grillons", "sYn.de". Auch an der Oper in Bonn gastiert sie oft.
www.meikeherzig.de

Blockflötenkurs mit Musik um 1600 vom dänischen Hof >> anmelden


Trommelworkshop mit Katharina Dustmann
Rahmentrommel und Tamburello
Leitung: Katharina Dustmann

Trommelworkshop mit Katharina Dustmann, Rahmentrommel und Tamburello, Percussion Cancionere di PalacioDiesmal geht es um die richtige Würze.

Dieser Kurs eignet sich für Anfänger, etwas Fortgeschrittene und Teilnehmer die schon einen Kurs besucht haben und/oder bereits andere Stile trommeln um sich hier speziell die Techniken für die Rahmentrommel und die des Tamburellos anzueignen. Wir lernen und vertiefen verschiedene Schlagtechniken und widmen uns besonders auch den Zwischentönen und Verzierungen, als Würze zu den Grundschlägen. Für die etwas Fortgeschrittenen werden auch die Splithandtechnik und das Schnipsen auf der Rahmentrommel und der Wirbel auf dem Tamburello besonders im Focus stehen.

Ein besondereres Highlight wird sicher auch das geplante gemeinsame Proben und Zusammenspiel mit dem Gesangskurs von Jule Bauer und den Instrumentalkursen von Ian Harrison und Marco Ambrosini. Während wir uns mit der Rahmentrommel der Begleitung von eher leiser Musik zuwenden, wollen wir mit dem Tamburello auch die etwas lauteren Töne begleiten.

Leihinstrumente stehen während des ganzen Kurses zur Verfügung. Bitte bei Bedarf in der Anmeldung angeben.

Katharina Dustmann, Lohmar, spezialisierte sich nach einer Ausbildung an historischen Holzblasinstrumenten auf orientalische und mittelmeerländische Perkussion, Studiotechnik und Aufnahmeleitung. Seit 1988 weltweite Konzerttätigkeit als Solistin oder in festen Ensembles u. a. bei  "Ensemble Oni Wytars", "Syn.de", "Katharco Consort", CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Mitbegründerin von "Studio Katharco", Komponistin und Aufnahmeleiterin.
www.katharinadustmann.de

Arabische Perkussion, Trommeln, Rhythmen >> anmelden


Hoy comamos y bebamos – Musik aus dem „Cancionero de Palacio“
Großes Renaissance-Orchester mit drei parallelen Workshops
für Sänger und Instrumentalisten

Cancionero de Palacio, Workshops für großes Renaissance Orchester für Gesang und InstrumenteIm letzten Viertel des 15. Jahrhunderts stabilisierte sich die politische Lage in Spanien. Die Vereinigung der beiden Königreiche von Kastilien und Aragon im Jahre 1474, die Einnahme Granadas im Jahre 1492 und die Entdeckung Amerikas im selben Jahr führten dazu, dass Spanien innerhalb kurzer Zeit in den Rang der dominierenden Weltmächte rückte. „El siglo de Oro“ – das goldene Zeitalter der spanischen Kultur beginnt.

Die politische Stabilität führte zu positiven Auswirkungen sowohl auf die Gesellschaft als auch auf die wirtschaftliche Lage. Sie begünstigte die Entstehung einer nationalen Kunst und bewirkte auch eine spürbare Änderung in der Entwicklung der spanischen Musik. Spanien war ja jahrhundertelang ein Schmelztiegel der christlichen, jüdischen und maurischen Kultur, und unter diesen unterschiedlichen Einflüssen entwickelte sich ein ganz eigenes Musikverständnis. Komponisten wie Juan del Encina (1468-1529), Pedro de Escobar (1465-1535), Francisco de la Torre (~1470-1504), Diego Ortiz (1510-1570), Antonio de Cabezón (1510-1566), u.a. schufen einige der bedeutendsten musikalischen Werke ihrer Zeit.

Der Cancionero de Palacio, ist eine Sammlung von Liedern, die vermutlich am Hofe des spanischen Königs Ferdinand oder am Hofe des Herzoges von Alba zwischen 1470 - 1520 entstanden. Mit ihren über 450 überlieferten Liedern ist diese Sammlung ein unglaublicher musikalischer Schatz aus der Blütezeit der spanischen Kultur im goldenen Zeitalter.

Hier ist Futter für alle Temperamente, von derben Trinkliedern bis traurigen Romanzen, von wilder Tanzmusik bis zu zarten Liebesliedern – alles geeignet sowohl für Singstimmen wie unterschiedliche Instrumente. Außerdem ist die Sammlung durch und durch mit leckeren spanischen Rhythmen gewürzt. Kaum eine Quelle des Spätmittelalters oder der Frührenaissance ist so randvoll mit damaliger „Partymusik“ wie dieses „Liederbuch des Palastes“. Die riesige Sammlung bietet uns einen Einblick in die Erfindungs- und Improvisationskunst der Zeit. Die wunderschönen Sätze zeigen uns, wie weit das harmonische und das melodische Verständnis sich in der spanischen Musik dieser Zeit gepaart hatten.

Die meisten Stücke sind technisch nicht schwer, bieten aber auch Fortgeschrittenen Sänger/innen und Spieler/innen Herausforderungen, z.B. als Basis für Improvisation und andere Spielereien.

Diese außergewöhnlichen Perlen der Renaissancemusik wollen wir nutzen, um die Musik mit einem großen Renaissance-Orchester erlebbar zu machen. Wir erschließen das musikalische Material in vier parallelen Kursen, dem Gesangskurs von Jule Bauer, den Ensemblekursen von Marco Ambrosini und Ian Harrison (sowie dem Trommelkurs von Katharina Dustmann), die während des Wochenendes unterschiedlich intensiv getrennt und gemeinsam üben und sich spätestens bei der Abschlussperformance als gemeinsames Orchester präsentieren werden.

„Cancionero de Palacio“Workshop I Gesang
Leitung: Jule Bauer

Kurs Cancionere di Palacio, Gruppe GesangAus dem spannenden Repertoire von Liebesliedern, Spottliedern, Trinkliedern, religiösen Gesängen und Burlesken, werden wir im Kurs eine Auswahl an Stücken singen und uns mit ihrer Interpretation befassen.
Wir beschäftigen uns mit den Texten, ihrer Aussprache und ihrem Ausdruck, der Phrasierung und der Interpretation der Stücke. Durch Stimmbildung, Atemtechnik und Körperbewusstsein beim Singen lernen wir unser Instrument – die Stimme – besser kennen und bringen es zum Klingen.

Jule Bauer, Aschaffenburg, Gesangsausbildung mit Schwerpunkt "Alte Musik". Studium der Nyckelharpa in Forlimpopoli (Italien) und Musikwissenschaft in Frankfurt. Musikerin für Alte Musik, Folk- und Weltmusik (u.a. Triskilian, Helut, Oni Wytars). Lehrtätigkeit für Gesang und Nyckelharpa.
www.sonnenklang.de

Claudio Monteverdi und die Liebe, Gesang >> anmelden

„Cancionero de Palacio“Workshop II + III Instrumente
Für Streicher, Bläser, Tasteninstrumente u. a.
Leitung: Marco Ambrosini und Ian Harrison

Kurs Alte Musik, Ensemble Cancionere di Palacio, Gruppe InstrumentalmusikDie Aufteilung in die beiden Instrumentalgruppen (z.B. nach Saiten- und Windinstrumenten) werden wir erst vor Ort vornehmen. Die Kursarbeit wird sich darauf konzentrieren, aufführungspraktische Fragen zu lösen und Arrangements für die gemeinsame Aufführung mit dem Gesangs- und dem Perkussionskurs vorzubereiten.

Voraussetzungen: Dieser Spielkurs wendet sich an intonations- und rhythmussichere Musiker/innen, die Spaß und Interesse an historischer Musik und alten Instrumenten haben. Die Teilnehmenden müssen in der Lage sein, ihre gut spielbaren und auf a= 440 Hz gestimmten Instrumente selbst einzurichten und über sichere Notenkenntnisse verfügen. Notenmaterial wird den Kursteilnehmer/innen rechtzeitig zugeschickt. Spieler/innen von Borduninstrumenten (Dudelsack, Drehleier usw.) sind herzlich willkommen. Weil aber nicht alle Stücke im Repertoire bordunfähig sind, sollen sie nach Möglichkeit auch ein Alternativinstrument mitbringen.

Ian Harrison, Freiburg, ist einer der führenden Zink-, Schalmei- und Dudelsackspieler Europas, und ein Spezialist für historische Improvisation. Er ist Dozent für Schalmei und Bläsermusik des Mittelalters und der Renaissance an der Schola Cantorum Basiliensis, Leiter des Ensembles Les haulz et les bas und gastiert regelmäßig mit Oni Wytars.
www.ian-harrison.de

Marco Ambrosini, Eifa/Hatzfeld, studierte Violine und Viola, Musiktheorie, Musikgeschichte und Komposition in Ancona und Pesaro. 1982 begründete er mit Peter Rabanser das Ensemble "Oni Wytars", 1991 mit Katharina Dustmann das "Katharco Consort". Solist und Komponist weltweit mit internationalen Ensembles für Alte und Neue Musik. Zahlreiche CD, Radio und Fernsehaufnahmen. Mitinhaber des Studios "Katharco."
www.ambrosini.de

Claudio Monteverdi und die Liebe, instrumental >> anmelden


Das Ensemble Oni Wytars auf YouTube: u. a. ONI WYTARS - A. Vivaldi: Sonata La Follia

Die 18. Etappe für Alte Musik auf BURG FÜRSTENECK beginnt am Freitag, den 9. März 2018, mit dem Abendessen um 18:30 Uhr
und endet am Sonntag, den 11. März 2018, gegen 13 Uhr nach dem Mittagessen.

Die Workshops gehen jeweils über den gesamten Zeitraum. Mit der Anmeldung müssen Sie sich daher bitte für einen Kurs entscheiden. Die Angabe eines alternativen Workshops – wenn denn einer für Sie in Frage kommt – ermöglicht es, Ihnen auch dann einen Platz zu reservieren, wenn Ihre erste Wahl belegt ist oder aus irgendeinem Grund ausfallen muss.

KURSGEBÜHR: 255 - 305 € (nach Selbsteinschätzung, inkl. Ü/VP)

Ermäßigungen:
Jugendtarif (bis 26 Jahre): 153 €
Sozialtarif (mit Nachweis staatlicher Unterstützung): 178,50 €
Details siehe Datei "Kursgebühr" oder auf Anfrage. Rückwirkend und für Einzelzimmerzuschläge kann keine Ermäßigung gewährt werden.

Etappe für Alte Musik auf BURG FÜRSTENECK >> Hier: online anmelden

Oder melden Sie sich per Brief, Email oder Fax an. (siehe Kontakt )

Diese Informationen gibt es auch als Flyer "Alte Musik" als Download in einer PDF-Datei Etappe für Alte Musik drucken, zum selber Ausdrucken oder per Post bestellen.

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zur Homepage des Ensembles Oni Wytars mit weiteren Informationen zur Gruppe und zu den Dozenten

Bitte beachten Sie unsere weiteren Seminare und Kurse im Bereich "Alte Musik"

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Bitte beachten Sie:

die Fortbildung zur Musik des Mittelalters – Frühe Musik der Hohen Stände,
(Interessent/innen sollten sich unbedingt für den nächsten Start dieser 2-jährigen Fortbildung vormerken lassen),

die Europäische Nyckelharpa / Schlüsselfidel-Fortbildung

und die Tanzleiterausbildung, die wir in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Hessen anbieten.

Fürstenecker Etappe für Alte Musik und Frühe Musik mit dem Emsemble Oni Wytars